Rauchmelder           

In der Landesbauordnung §49 Abs. 7 LBO NRW heißt es:

(7) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31. März 2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.

Nach der aktuellen Gesetzeslage sind mindestens folgende Räume mit Rauchwarnmeldern auszustatten:

Schlafräume, darunter zählen auch Wohnräume, die regelmäßig zu Schlafzwecken genutzt werden, z.B. Einzimmerapartments, Wohnzimmer, Kinderzimmer.

Offene Treppenräume innerhalb von Wohnungen enthalten in der Regel auch Flure. Diese dienen als Fluchtweg, und müssen in die Überwachung einbezogen werden.

 

Lohnen sich Funkrauchmelder?

Diese Systeme sind sehr effektiv. So bekommt man rechtzeitig mit, wenn z.B. in Räumen ein Feuer entsteht. Eine Funkvernetzung ist vor allem dann vorteilhaft, wenn die zu überwachenden Bereiche weit voneinander entfernt oder sogar über mehrere Etagen liegen. Eine sinnvolle Montage ist besonders auch in Kellerräumen zu berücksichtigen, wo in der Regel eine sehr hohe Brandlast herrscht.

 

Gibt es Rauchwarnmelder für Gehörlose und Hörgeschädigte?

Ja, gibt es. Im Unterschied zum „normalen“ Rauchwarnmelder besitzen diese speziellen Melder zusätzlich ein Vibrationskissen und eine Blitzleuchte. So ist der Weck- und Warneffekt am Tag und in der Nacht gewährleistet.

Nach einem Urteil des Bundessozialgerichtes vom 18. Juni 2014 (Az.: B 3 KR 8/13 R) besteht ein Anspruch auf Versorgung mit speziellen Rauchwarnmeldern für Gehörlose durch die gesetzliche Krankenversicherung, da diese Produkte unter den Hilfsmittelbegriff fallen und als „bewegliche Gegenstände“ im Falle eines Wohnungswechsels mitgenommen werden können.

Um eine zuverlässige Funktionalität von Rauchmeldern zu gewährleisten, müssen diese fachgerecht montiert werden. Hierfür wurde die DIN 14676 entwickelt. Sie regelt den Einbau und die Wartung von Rauchwarnmeldern in Wohnhäusern, Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung.

Mit unseren zertifizierten Fachkräften für Rauchwarnmelder nach DIN 14676 sind Sie technisch und rechtlich auf der sicheren Seite.